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Das Konzept
Das Konzept der Stadt Wiesengrund war eigentlich ein recht einfaches. Die Stadt sorgte hauptsächlich für die Rahmenbedingungen für die Bannsängerakademie. Darüber hinaus wurde mittlerweile so viel Liebe und Arbeit in einige Details gesteckt, dass die Stadt zu einem eigenem Leben erwacht ist. Das war ursprünglich nicht abzusehen, ist aber dankbar aufgenommen und konsequent ausgebaut worden. Schon am Anfang war ziemlich klar, dass man eine so große In-Time-Stadt nie wirklich darstellen kann, wenn man nicht gerade Multimilionär ist und eine dauerhafte Lokation bauen möchte. So wurde von Anfang an keine Rücksicht auf das genommen, was irgendwann mal gehen könnte, statt dessen wurde der Kreativität freien Lauf gelassen. So entstand eine - auch In-Time - durch und durch geplante Stadt, deren Stadtmauern ein wabenförmiges Fundament begrenzen, mit der Akademie im Mittelpunkt und der Hauptstraße als gerade Achse. Das ganze ist symmetrisch aufgebaut. Die Gebäude im Inneren sind dann so gesetzt worden, dass sie sich zwar immer gerade ausrichten, aber durchaus so wahllos, als ob die Stadt gewachsen wäre und sich im Wandel befunden hätte. Die magischen Gänge sind ursprünglich eine fixe Idee gewesen, über deren Nutzen sich noch niemand wirklich sicher war. Eigentlich waren sie eine Art Schutzmechanismus vor Leuten, welche in irgendwelchen Hintergründen mit Powergaming-Unsinn gegen die Stadt vorgehen wollten. Mit einem schweren Augenzwinkern gedacht und so limitiert, dass man sie kaum nutzen konnte. Letztendlich wurden sie dann dazu genutzt, die Stadt von einem anderen Land und einer zerbröckelnden Kampagne nach Astria in die Westlande zu verfrachten. Es war einfach schon zu viel Arbeit hineingesteckt worden, als dass wir was neues Anfangen wollten. Die Gänge sind dann nach dem "Stadtumzug" einfach bestehen geblieben und theoretisch weiterhin nutzbar. In-Time ist der Aufwand einfach so groß, dass auf diese Idee wirklich nur jemand kommen würde, wenn nichts mehr anderes geht und Out-Time wollen wir das eigentlich auch ruhen lassen. Die "Schutzschild" ist aufgrund seines Verbrauchs höchst Ineffektiv und beim fliegen brechen jedes Mal zu viele Häuser zusammen. Außerdem braucht das keiner. So bleibt es ein netter Hintergrund, um In-Time den ein oder anderen Kalauer daraus zu stricken und über das Material der Gänge zu fachsimpeln. Die Stadt Wiesengrund hat mittlerweile einige Charaktere als Einwohner. Deren Spieler stören sich gar nicht daran, dass ihre Stadt eigentlich nie komplett dargestellt werden kann, der gemeinsame Hintergrund bietet ganz andere Reize. Oft, wenn man einem unbekannten LARP-Landsmann aus einem größer bespielten Land trifft, passiert sowas: "Wie, ihr kommt auch aus Irgendwoland? Wo daher? Kleinkaff? Kenn ich nicht, wo liegt das denn? Nahe dem Großberg? Kenne ich auch nicht. Naja, war schön, einen Landsmann getroffen zu haben." Es ist einfach mal was anderes, sich irgendwo zu treffen und zu sagen: "Ihr kommt auch aus dem Lande Astria und sogar aus der Stadt Wiesengrund? Wie klein die Welt ist. Wo wohnt ihr? In der Müllergasse, ist das nicht direkt neben der Taverne zum lachenden Hirsch? Mensch, wie klein die Welt doch ist, darauf trinken wir einen." Da Wiesengrund eine Stadt der weltlichen Freuden ist, hat man eigentlich auch immer irgendwelche dollen Nachtbarschaftsgeschichten aus dem Stehgreif parat. Die Einwohner der Bardenstadt sind von sich aus sehr gesellig konzipiert und das Konzept wird dankend angenommen und weitergetragen. Samt diverser Getränkeflaschen und kulinarischer Gerichte. Der Wiesengrunder an sich ist ein Genießer und liebt es, durch mitgebrachten Speis und Trank aufzufallen und sich Freunde zu machen. Ebenso kostet er gerne neue Köstlichkeiten und importiert sie in die Stadt. Auf diese Art und Weise haben es schon einige leckere Weine und anderes in unsere Runde geschafft, die viele vorher nicht kannten. Nun könnte natürlich der Verdacht aufkommen, Wiesengrunder Spieler seien Consäufer und Gewandungsgriller. Abends mag das sogar manchmal zutreffen, aber ansich sind viele auch immer wieder gerne einen Plot am jagen und die Welt zu verbessern. Gesellig und Konversation betreibend sind wir sowieso. Und einen übermäßigen Alkoholgenuß konnten wir untereinander auch nur seltenst feststellen. Es macht einfach Spass aus einer dicht bespielten Stadt zu kommen, die für fast jedes Wesen eine bodenständige Grundlage bildet. Dabei sind so viele Bereiche, wie die Stadtwache, zwar rudimentär ausgearbeitet, bieten aber so viel Freiheit, dass da jeder neue Spieler herzlich willkommen ist, seinen Teil mit beizutragen. Hinzu kommen noch die Geschichten aus den Forenspielen. So füllen sich diese Seiten Stück für Stück mit Leben und mit ihr die Stadt Wiesengrund, eine Stadt der Phantasie... |
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